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St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin

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Runde Sache: Kuppelkonstruktion mit Ornamentik, Säulenverkleidung aus Halbschalen

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Bautafel
Bauherr:Erzbistum Berlin, Berlin
Architekt:Sichau & Walter Architekten GmbH, Fulda
Fachplanung:K. Rogge Spezialbau GmbH, Berlin
Fachberatung:Ekkehard Scholz, Knauf Gips KG
Verarbeiter:K. Rogge Spezialbau GmbH, Berlin
Baujahr:2024
Fotograf:Stephan Klonk
Bauaufgabe: Deckengestaltung
Produkte:Formteile

Die Kuppel der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin wurde mit einer nach der Penrose-Parkettierung rautenförmig gerippten Innenschale aus Knauf Diamantplatten ausgekleidet, die ohne sichtbare Fugen auskommt. Die ringsum angeordneten Bestandssäulen erhielten eine Ummantelung aus vorgefertigten Gipskarton Halbschalen.

Projektbeschreibung

Aufgabe

Die 1773 erbaute und mehrfach umgebaute St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin sollte umfassend saniert und umgestaltet werden. Ein zentrales Element der Planungsidee war die Neufassung der Kuppel als eine im Raum einbeschriebene Halbkugel. Als neue Untersicht war eine Innenschale in Trockenbauweise vorgesehen. Dieses einen Durchmesser von 33 Meter aufweisende Gewölbe sollte mit einem filigranen Ornament aus schlanken trapezförmigen Profilen im Penrose-Muster, in dem technisch notwendige Dehnungsfugen unsichtbar integriert sind, gegliedert werden. Darüber hinaus sollten die zwölf Säulenpaare zylindrisch verkleidet werden.

Lösung

Die Befestigung der aus mehreren Ringen bestehenden Unterkonstruktion des Kuppelsystems erfolgte an der vorhandenen Stahlkonstruktion. Um eine exakte Ausrichtung in Höhe und Lage zu gewährleisten, beauftragte die K.Rogge Spezialbau GmbH Berlin im Vorfeld der Montage einen Vermesser, der jede Ringebene – ausgehend vom Mittelpunkt – separat im Zuge der Unterkonstruktionserstellung einmaß. So konnten die CD-Rohre in der Knauf Vorfertigung exakt gebogen und in der vorgegebenen Höhe fixiert werden.

Die Beplankung erfolgte anhand eines detaillierten Verlegeplans von oben nach unten, ausgehend von dem mit Formteilen umrahmten Oberlicht. Sie besteht aus zwei Lagen nicht vorgebogener Diamantplatten, die Knauf nach der Werk- und Montageplanung in Trapezform geschnitten und nummeriert anlieferte; die erste Lage glatt, in die zweite war die Vorzeichnung für die Profile der ausgeführten Ornamentik graviert. Markierungen an den Kreuzungspunkten legten die Ansatzpunkte der Profile fest. Für das untere Fries fertigte der Schlosser eine runde Stahlunterkonstruktion an, die die Trockenbaumonteure mit einer Abkofferung bekleideten. Sie bildet den unteren Abschluss der Kuppel.

Die 20 mm breiten Dehnungsfugen verlaufen im Zickzackmuster unterhalb der Profile. Wo sie vorgesehen waren, verschraubten die Handwerker die Beplankung nur einseitig und bauten die zweite Lage nach der Montage der gesamten Kuppelkonstruktion teilweise zurück, um die Unterkonstruktion exakt zu trennen. Die Fugen wurden nach der erneuten Montage mit den entsprechend der eingravierten Vorzeichnung verlegten Profilen verdeckt. Zuletzt verkleidete die K. Rogge Spezialbau GmbH Berlin die 24 tragenden Säulen des Gebäudes mit 288 vorgefertigten Halbschalen und verspachtelten diese mit einer mit Glimmer versetzten Farbe.

Standort

St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin

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Verwendetes Produkt

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