Aufgabe
Bei der jüngsten Erweiterung der U-Bahnlinie 5 haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) drei neue U-Bahnhöfe eröffnet. Am U-Bahnhof Museumsinsel begrüßt die Passagiere ein künstliches Firmament, das von 6.662 Lichtpunkten beleuchtet wird. Dieses basiert auf tonnenförmigen Deckensegeln, die nicht nur eine gestalterische Aufgabe erfüllen, sondern auch einer Reihe von Anforderungen genügen müssen: So muss die Decke eine hohe mechanische Belastbarkeit aufweisen, sowohl 1,5 kN Winddruck als auch 1,5 kN Windsog standhalten und ballwurfsicher sein.
Um nicht von der durch die U-Bahn-Röhren strömenden Außenluft angegriffen zu werden, kam für die Deckenbekleidung zudem nur feuchtigkeitsresistentes Material in Form von zementgebundenen Platten in Frage. Darüber hinaus stand für die Montage der Decke nur eine eng begrenzte Zeitspanne zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund mussten bei der Vorfertigung des künstlichen Gewölbes schon die Auslässe für die LEDs integriert werden – und zwar so, dass die Beleuchtung ohne großen Zeitaufwand vor Ort integriert werden konnte.